Keltische Flechtkunst

Geometrische Formen wie Spiralen, Drei- oder Vierecke haben seit Menschengedenken eine wichtige symbolische Bedeutung. Sie sind in alt- und jungsteinzeitlichen Höhlenmalereien zu finden und seit tausenden von Jahren Schmuck unzähliger Kult- und Gebrauchsgegenstände. Auch Keltische Flechtformen gehören zur symbolischen Geometrie und wurden früher häufig, ähnlich dem Mandala, als Meditationshilfe verwendet. Wichtig dabei ist, dass es nie eindeutige symbolische Zuordnungen gibt. Flechtmuster können gleichzeitig verschiedene Bedeutungen haben.

Es sind kunstvoll verschlungene Linien ohne Anfang und ohne Ende, alles ist miteinander verknüpft, geht ineinander über. Oft bestehen die Muster aus einem einzigen ununterbrochenen Band. Sie können sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch sein, es gibt Spiralformen, Pflanzen- und Tiermotive und komplizierte Knoten und Flechtmuster. Früher wurden sie häufig zur Buchillustration verwendet, man findet sie aber auch in Holz, Stein oder Metall eingearbeitet oder als Landart in der Natur gelegt.

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Es gibt Goldschmiede, die Keltischen Schmuck herstellen, einige Knoten und Muster lassen sich auch aus Leder oder anderen Schnüren binden.

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